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„Gute Chancen für Urlaub in Europa“

RupertBaer

Gray Panther ohne Bringschuld
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Thomas Bareiß, der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, macht den Reisenden wieder Hoffnung. Ziel sei es, dass alle Länder in Europa wieder bereist werden können, wenn die Pandemie es zulässt. Allerdings werde der Urlaub anders als gewohnt.

BERLIN. Mehrere angekündigte oder bereits vollzogene Grenzöffnungen lassen nach der ersten Phase der Corona-Pandemie wieder viele Bürger vom Sommerurlaub träumen. Der CDU-Politiker Thomas Bareiß, in der Regierung für den Tourismus zuständig, blickt auf die kommenden Monate voraus.

Herr Bareiß, nehmen wir an, jemand hat am 28. Juli einen Flug nach Thessaloniki gebucht, weil er mit befreundeten Familien den Urlaub im Ferienhaus an der griechischen Küste verbringen wollte. Was steht dem im Weg?
Wir als Bundesregierung arbeiten intensiv mit unseren EU-Partnern daran, damit diese und andere Ferienpläne verwirklicht werden können. Ich hoffe, dass das gelingt und wir eine - wenn auch eingeschränkte - Sommersaison in Europa erleben werden. Wir haben aber auch Länder außerhalb der EU im Blick, zum Beispiel die Türkei, mit der wir diesbezüglich im engen Austausch stehen.

Ihre Aussage passt zu den gerade angekündigten Grenzöffnungen. Die Urlaubshungrigen dürfen also zu Recht wieder hoffen?
Natürlich bleiben wir weiter sehr vorsichtig. Aber ich finde, die Chancen stehen gut, dass wir unsere Sommerferien nicht nur im Inland, sondern auch im europäischen Ausland verbringen können.

Das dürfte kaum für alle Länder gelten, weil die Pandemie unterschiedlich wütet. Wo sind die Gespräche am weitesten?
Es zeigt sich in der Krise, dass die europäische Zusammenarbeit wirklich sehr gut funktioniert. Neben unseren direkten Nachbarn wie beispielsweise Österreich oder Dänemark bin ich fast wöchentlich mit den Urlaubsländern Spanien, Italien, Griechenland im Austausch. Mein Ziel ist es, dass alle Länder in Europa wieder bereist werden können, sofern die Krankheitsentwicklung es zulässt und vertrauenswürdige Schutzkonzepte zur Anwendung kommen. Jeder will ja wieder gesund nach Hause kommen.

Haben Sie daran Zweifel?
Keine grundsätzlichen, ich arbeite mit allen Kollegen vertrauensvoll zusammen. Und man spürt in diesen persönlichen Gesprächen trotz des wirtschaftlichen Drucks in Spanien und Italien durchaus großen Respekt vor der Entwicklung - deshalb gehen die ausländischen Kollegen ebenfalls sehr vorsichtig vor. Wir alle haben da eine große Verantwortung und müssen überprüfen, wie sich die epidemiologische Lage in den einzelnen Ländern entwickelt, und sichergehen, dass wir nicht zu früh starten - denn gerade in den besonders vom Tourismus abhängigen Regionen Südeuropas ist der Druck zur Wiedereröffnung von Hotels und Ferienanlagen besonders groß.

Gilt das beispielsweise auch für Italien?
Die Regierung in Italien hat ja jetzt angekündigt, dass am 3. Juni Touristen aus der EU und dem Schengen-Raum wieder einreisen dürfen und nicht erst in eine 14-tägige Quarantäne müssen. Die Öffnung hängt aber noch von der Entwicklung der Infektionszahlen ab. Ich werde das mit meinem Kollegen in Rom besprechen. Dort ist der Wunsch nach Wiedereröffnung natürlich groß. Wir müssen uns das jetzt alles genau anschauen, da gibt es ja noch einige Fragen zu klären.

Wenn es die Corona-Lage vor Ort zulässt: Welche konkreten Hindernisse müssen dann bis Sommer noch aus dem Weg geräumt werden?
Zunächst einmal müssen diese Länder Quarantäne-Bestimmungen aufheben. Es wäre kein Urlaub, wenn man 14 Tage nach der Einreise in Isolation verbringen müsste. Die Fluggesellschaften müssen noch überzeugende Konzepte vorlegen. Es bringt ja nichts, wenn man am Strand Abstand wahrt, aber davor dicht an dicht schutzlos im Flieger gesessen ist. Ein anderer Punkt betrifft die Corona-App, die wir derzeit entwickeln und idealerweise schon diesen Sommer in anderen EU-Ländern funktionieren sollte. Die Entwicklung der Infektionsketten muss zukünftig nachvollziehbar sein, und da darf es nach der Grenze kein schwarzes Loch geben. Wir brauchen deshalb eine europäische Lösung für die Corona-App, das ist eine ganz praktische Grundlage für sicheres Reisen.

An diesem Montag öffnen im Südwesten die Gaststätten, die Hotels sollen folgen. Wird ganz Deutschland offen für Urlauber sein?
Alle Bundesländer haben Pläne entwickelt, die Menschen haben gelernt, mit der Virusgefahr umzugehen. Das heißt aber, dieser Urlaub ist ganz anders als die sonstigen Urlaube. Wichtig ist: In ganz Deutschland wird in diesem Sommer Urlaub möglich sein, und unsere Heimat kann viel bieten.

Kann die hiesige Branche gar noch auf ein ganz gutes Jahr hoffen, weil mehr Menschen im Inland buchen?
Ich würde das der Branche wünschen, aber wir müssen realistisch bleiben. Allein schon die virologischen Schutzmaßnahmen werden eine geringere Auslastung der Betriebe erzwingen. Insofern bleibt die Lage des Gewerbes auch trotz der bereits organisierten Hilfe vorerst schwierig.

Stuttgarter Nachrichten, Montag, 18. Mai 2020
 
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